Ansteckend cool und spießig

Als der stattschreiber an diesem Morgen durch den Frühnebel schlich, um verbotenerweise seinen Biomüll in die Restmülltonne zu entleeren, die praktischerweise aufgrund des Abholtages vor der Haustür stand, machte er folgende Entdeckung:
„Letzte Nacht hat ein Nachbar seinen Müllsack in unsere gestern Abend noch halbleere Tonne gestopft. Diese ist nun voll. Und der Biomüll passt kaum hinein.“

Und der stattschreiber fragte sich: „Soll ich den Täter ermitteln? Ist das dreist und frech und unverschämt? Oder ist das gelebte Nachbarschaftshilfe und völlig okay?“

Grübelnd setzte er sich an den Frühstückstisch, aß einen Toast mit Erdbeermarmelade und dachte über die ansteckende Wirkung von Coolness und Spießigkeit nach und wie sich beides in einer Person entfalten kann.

2 Kommentare zu „Ansteckend cool und spießig

  1. ich möchte betonen, dass ich nicht diesen bekloppten ‚gefällt mir‘ buton drücke, sondern selber formuliere.

    cool wäre in diesem fall: dem nachbarn seinen scheiss vor die haustür zu kippen & den sack korrekt im eigenen plastikmüll zu entsorgen. oder : ihm anonym die blogadresse zukommen
    zu lassen. spiessig wäre : es ihm gleichzutun.

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