Gutelaunelieder aus vergangenen Tagen

Der metropolenschreiber ist in den letzten Tagen auf ein merkwürdiges Phänomen gestoßen. Alles dreht sich um die Frage: Welche Songs summst du, wenn du gute Laune hast? Welche Songs tauchen aus deinem inneren Musikspeicher auf und marschieren analog mit deinem Grinsen in die Welt hinaus? Oder mit deinem Heulen, deiner Tragik? Um es kurz zu machen: Es ist peinlich. Es ist hochnotpeinlich.

Es geschah neulich beim Ausräumen des Geschirrspülers, als der metropolenschreiber urplötzlich „Singing D.I.S.C.O. – Singing D.I.S.C.O.“ vor sich hinsummte. Oh, Gott! Woher kommt das? Warum sind das die Lieder, die mein Unterbewusstsein nach oben spült? Hilfe!

Doch ein paar Tage kam es noch schlimmer. Es war auf dem Weg zum Auto. Der metropolenschreiber war in nachdenklicher, möglicherweise melancholischer Stimmung. Was kroch da ans Licht der Welt? Was musste die Nachbarschaft da ertragen?

„He had only seen the dark side of life, the man they called El Lute.“

Uff.

Da entwickelte der metropolenschreiber eine These: „Es sind die Lieder deiner Jugend. Es ist der Geist deiner jungen Jahre, der dich da anweht. Ungefragt. Einfach da. Wow.“

Und kaum war die These im Raum geschah folgendes: Der metropolenschreiber holte sein Kind von der Schule ab. Das Kind sprang gut gelaunt auf ihn zu. Und das Kind sang: „Ich hab´ne Zwiebel auf dem Kopf, ich bin ein Döner und Döner macht schöner.“

Klar, was das Kind in 30 Jahren singen wird, wenn es gute Laune hat. Uff. Uff.

2 Kommentare zu „Gutelaunelieder aus vergangenen Tagen

  1. Zweifellos ist der Metropolenschreiber schon ein großes Stück weiter auf dem Weg vom Elterntier zurück zum eigenen Selbst – auch wenn ihn dieser Weg an die musikalischen Abgründe seiner Vergangenheit führt.

    Das Muttertier entzückender Kleinkinder erinnert sich kaum noch daran, dass es so etwas wie „eigene“ Musik gibt. Musik, die man FREIWILLIG immer wieder hört.

    Im Gegenteil. Das Muttertier singt bei Rolfs Kinderfrühling gedankenverloren mit und merkt erst nach 6 km, dass sie ja allein im Auto ist und es ja möglich wäre, mal wieder Radio zu hören, ohne bei den Nachrichten eilig auszuschalten, weil 4jährige Ohren alles hören und genau wissen wollen, was es mit dem vermissten Dennis auf sich hat.

    Peinliche Lieder aus frühpubertären Phasen oder wilden Zeiten auf den Lippen?
    Nein, lieber Metropolenschreiber, das gibt’s bei mir nicht, bestimmt nicht. Ich bin die, die im Supermarkt „die Fröschelein, die Fröschelein“ summt und den Einkaufswagen an der Kasse beruhigend hin und her schuckelt…obwohl das Baby zu Haus beim Papa geblieben ist.

  2. sehr geehrter herr metropolenschreiber! vor nicht allzulanger zeit sind Sie in einem mittlerweile legendâren etablissement durch tiefes schweigen aufgefallen. ach! o weh! auweia! hätte Sie die muse doch ein wenig früher geküsst!

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